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3. April 2019: Besuch bei Gartenschau und iKL Kaiserslautern

Jürgen Dusel, Bundesbehindertenbeauftragter, und Matthias Rösch, Landesbehindertenbeauftragter, informieren sich über das Thema Arbeit auf dem Ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

3. April 2019: Besuch bei Gartenschau und iKL Kaiserslautern

Behindertenbeauftragte besuchen die Gartenschau Kaiserslautern

Der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel besuchte Rheinland-Pfalz und tourte am 3. April 2019 gemeinsam mit dem Landesbehindertenbeauftragten Matthias Rösch durchs Land, um sich ein Bild über die rheinland-pfälzische Politik für und mit Menschen mit Behinderungen zu machen und konkrete Angebote zu besuchen. 
Am Nachmittag erreichten sie die Gemeinnützige Integrations-gesellschaft Kaiserslautern mbH (iKL) und trafen sich dort im Inklusionsbetriebsbereich Gartenschau. Schwerpunkt des Besuchs war die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf dem Ersten Arbeitsmarkt, in Inklusionsfirmen und unter Einbeziehung des Budgets für Arbeit. 

Die Gartenschau Kaiserslautern wurde hierfür als repräsentatives Beispiel ausgewählt. Sie wird von mehr als einer halben Million Menschen pro Jahr besucht. Zur Bewältigung des Besucherstroms wird vielseitiges Engagement gebraucht, was die Angestellten im Gartenschauladen, die im Kassenbereich arbeiten (alle drei sind Rollstuhlfahrer), im Gespräch mit den beiden Gästen nur bestätigen konnten. Nach ihren Wünschen gefragt, legten sie bei der Antwort den Fokus auf mehr Barrierefreiheit, vor allem in Bus und Bahn, sowie bezüglich der Probleme, Treppen in vielen Bereichen überwinden zu müssen.
Die Behindertenbeauftragten unterhielten sich außerdem mit den beiden Mitarbeitern Timo Daum und Andy Merle, die im Parkbereich der Gartenschau arbeiten. Die Gartenschau ist für die beiden jungen Männer ein Stück Heimat. Sie berichteten von ihrer Freude an ihrer Arbeit, die vielseitig aber auch anstrengend ist, und von den Vorteilen, die sie mit sich bringt wie die Begegnung mit vielen Menschen und vor allem, dass dabei eigenes Geld (Budget für Arbeit) verdient wird. Dies gehöre zur Teilhabe an der Gesellschaft unterstrich Jürgen Dusel, der es wie auch Matthias Rösch sehr begrüßte, dass Menschen mit Behinderung durch die Arbeit bei der Gartenschau sichtbarer werden und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben. 

Siehe hierzu auch den Beitrag von SAT TV

David Lyle, Geschäftsführer der iKL, ergänzt die Ausführungen mit Informationen über Zukunftsplane wie einen besseren Übergang von Schule zu Beruf, und vor allem über die Anstellung von Menschen mit schwersten Behinderungen, "die sehr wohl verwertbare Arbeit leisten können". Er wurde begleitet von Christoph Fetzer (Leiter der Abteilung "Arbeit und Qualifizierung" bei der iKL) und beide berichten von den 18 Auszubildenden, die gemeinsam mit den Mitarbeitern eine hohe Qualität der Arbeit zeigen und unbedingt auf dem ersten Arbeitsmarkt mithalten können. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung die Chance auf einen Arbeitsplatz zu bieten und es ist geplant, dass weitere 40 bis 50 Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen geschaffen werden sollen. So kann Inklusion in der Praxis beispielhaft umgesetzt werden. 

 

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